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Trinkwasserqualität höchst unterschiedlich


In Deutschland erleben wir eine höchst unterschiedliche Trinkwasserqualität, die aber im internationalen Vergleich immer noch um einiges höher ist. dennoch zeigt sich auch hier, dass sich die Qualität in den letzten Jahren verschlechtert hat. Das liegt an den zunehmenden Umwelteinflüssen, aber auch an den Kostenreduzierungen, die ebenfalls einen Einfluss auf die Qualität des Trinkwassers haben.

Dabei spielt nicht nur die reine Qualität in der jeweiligen Stadt eine Rolle. Viel mehr im Fokus stehen die Leitungen. Wie kommt das Wasser nach Hause? Hier kommt es oft zu erheblichen Beeinflussungen, die im Endeffekt die Qualität sinken lässt. Oft sind noch alte Bleirohre im Haus zu finden. Dadurch könnten unter Umständen die Grenzwerte für Blei im Trinkwasser überschritten werden. In Deutschland sieht der Gesetzgeber die maximale Bleidosis bei 0,01 mg je Liter Trinkwasser. Wie oft dieser Grenzwert überschritten wird, ist unklar. Zwar sind Bleirohre seit 2013 nicht mehr zulässig in Deutschland, dennoch sind sie noch in großer Zahl vorhanden. Das liegt vor allem an den hohen Kosten, mit der eine Sanierung zu Buche schlagen würde.

Mineralwasser oder Trinkwasser

In vielen Studien wird immer wieder hervorgehoben, dass unser Trinkwasser besser als das zu kaufende Mineralwasser sei. Diese Studien sind aber meistens sehr einseitig. So wird zwar die Wasserqualität vom Trinkwasser geprüft und bewertet, aber eben nur direkt und nicht dort, wo das Wasser aus dem Hahn kommt. Ausgelassen wird häufig auch, das viele Wasserwerke immer wieder mal große Chlormengen beimischen. So zum Beispiel, wenn es kurzfristig zu einer höheren Verschmutzung kam. Daher lässt sich tatsächlich nur im Einzelfall sagen, welches Wasser wirklich besser ist. Wer absolut sicher gehen möchte, kann eine eigene Laboruntersuchung durchführen lassen. Die Kosten betragen hierfür um die 15 – 30 Euro. Schon die bekannte Aktivistin Greta Thunberg hat auf die zunehmende Wasserverschmutzung hingewiesen.

Wer zu Hause sicher gehen möchte, sollte für viele Zwecke lieber destilliertes Wasser nutzen, was jeder selber herstellen kann.

Trinkwasserqualität sehr unterschiedlich

In der großen Stadt ist das Trinkwasser oft sehr gut. In den größeren Metropolen wie Köln oder Hamburg wird das Trinkwasser mehrmals am Tag geprüft. In ländlichen Gebieten kann das genau anders herum sein. Hier bemerken wir häufig eine leichte bis schwere Verunreinigung durch die Landwirtschaft. Die Zahl der Umweltgifte steigt von Jahr zu Jahr. Einige Grenzwerte wurden in den letzten Jahren nach oben gesetzt.

Ein großes Problem seit einigen Jahren sind auch Arzneimittelrückstände. In den letzten 10 Jahren wurden so viele Medikamente verschrieben und gekauft, wie nie zuvor. Die Reste gelangen fast immer in das Wasser. Klären hilft hierbei nicht. Bei Grippewellen steigt der Anteil von Hustensäften und anderen Medikamenten im Trinkwasser deutlich an. Die Rückstände können durch die Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. Wie der Einfluss auf Menschen ist, konnte bisher nicht geprüft werden. Bei Tieren (Fischen) hingegen gab es bereits massive Auswirkungen auf die Geschlechtsorgane.

Im Sommer vorbeugen

Im Sommer kann sich die Wasserqualität deutlich verändern. Durch das heiße Wetter kommt es zu einer deutlichen Beeinflussung. Zudem kann es Regionen geben, in denen das Wasser knapp wird. Aus diesem Grunde lohnt es sich, frühzeitig vorzusorgen. Sinnvoll ist es, ein paar Kisten Mineralwasser auf Lager zu kaufen, um die schwülen Sommer besser überstehen zu können.